Málaga - Flamenco, Sangria und Sonnenschein

Málaga verbindet das, was nur wenige Orte auf dieser Welt schaffen: Eine lebendige Kultur, ein breites Angebot  an Sehenswürdigkeiten und das Meer vor der Haustür. Mit 570.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Andalusiens, ist Málaga das perfekte Reiseziel für Sonnenhungrige.
Wenn sich in Mitteleuropa bereits der Herbst ankündigt, herrschen im Süden Spaniens noch angenehme Temperaturen. Nur 3 Stunden Flugzeit machen diese Stadt zu einem attraktiven Ziel für einen Wochenendtrip. Málaga steht für Sonnenschein, Tapas und lange Nächte. Darum hier meine Reisetipps für die lebhafte Metropole am Mittelmeer:

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Castillo de Gibralfaro

Altstadt:

Ein für Spanien typisches Zentrum findet sich im Herzen Málagas: An den Häuserfassaden mit den kunstvollen  Balkonen kann ich mich nicht satt sehen. Schnell kann man in den labyrinthischen Gassen die Orientierung verlieren. Doch das ist auch gut so. Denn was gibt es Schöneres, als sich durch ein Jahrhunderte altes Stadtzentrum treiben zu lassen!
Der Kern Málagas ist ziemlich kompakt und alle Sehenswürdigkeiten sind fußläufig zu erreichen. Für eine Pause bieten sich unzählige Cafés an, mein persönlicher Tipp:  Mia Coffeeshop.

Wer zum Shoppen aufgelegt ist, der findet in der Calle Marqués de Lários die großen, internationalen Marken. Aber auch kleinere Schuh- und Modegeschäfte sind hier vertreten. Nicht weit entfernt steht die beeindruckende Kathedrale. Wo einst eine Moschee stand, thront heute das mächtige Gebäude mit einem 117 m langen Innenraum. Beim Betrachten der Kirche fällt einem jedoch auf, dass der zweite Turm unvollendet ist. Deshalb wird sie von Einheimischen La Manquita („Die, der etwas fehlt“) genannt.

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La Manquita

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Nelken vor der Kathedrale

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In Málagas Altstadt

Alcazaba:

Auf einer Anhöhe, mit grandioser Sicht auf den Hafen, steht Málagas Wahrzeichen. Die ehemalige maurische Festung wurde im 11. Jahrhundert zu einem herrschaftlichen Palast umgebaut. Außerdem erinnert sie stark an die berühmte Alhambra in Granada. Der Eingang zur Alcazaba befindet sich auf der Plaza de la Merced, daneben wurde in den 1950er Jahren ein Römisches Amphitheater entdeckt. Übrigens ist dieses heute Wohnort einer Vielzahl an Katzen (für alle Katzenfans wie mich).

Beim Betreten der Anlage empfängt den Besucher ein terrassierter Garten. Die orientalischen Einflüsse sind nicht zu übersehen: duftender Jasmin und Dattelpalmen säumen den Weg. Weiters führen gepflasterte Stufen hinauf zu einen Plateau mit kunstvoll angelegtem Brunnen. Die Aussicht auf die Stadt und den Hafen ist wirklich herrlich! Schließlich gelangt man zum eigentlichen Palast: um zwei Innenhöfe gruppieren sich die ehemaligen Wohnräume. Diese beherbergen heute eine Ausstellung über das damalige Leben. Dabei sind die bunten Deckenmalereien besonders sehenswert.

Jedenfalls lohnt sich für den Besuch ein Kombiticket mit dem Castillo de Gibralfaro um 5,50 Euro. Wenn die Schlange vor dem Eingang zu lang ist, sollte man zuerst das Castillo besuchen und das Ticket dort kaufen.

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Innenhof der Alcazaba

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Orientalische Gärten

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Deckenfresko im ehemaligen Palast

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Castillo de Gibralfaro

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Aufstieg auf die Mauer

Castillo de Gibralfaro:

Die Wehranlage, die zum Schutz der Stadt und der Alcazaba diente, ist heute ein beliebter Aussichtspunkt. Denn von dem 130 m hohen Hügel reicht der Blick nicht nur über Málaga, sondern auch weit aufs offene Meer und die Berge im Hinterland.

Das Castillo ist leider nicht mehr so gut erhalten wie die Alcazaba. Bis auf das kleine Museum im ehemaligen Pulvermagazin ist die komplette Anlage „outdoor“. Jedoch lohnt sich ein Spaziergang auf den mächtigen Wehrmauern und durch die Parklandschaft im Inneren allemal.

Der Name Gibralfaro ist dabei etwas verwirrend, denn er bedeutet übersetzt „Berg des Leuchtturms“. Von einem Turm ist nichts mehr zu sehen, das aktuelle Erscheinungsbild des Castillo geht auf das 14. Jahrhundert zurück.
Zur Burg mit dem klingenden Namen kommt man entweder zu Fuß oder mit dem Bus. Die Linie Nr. 35 fährt im Halbstundentakt von der Alameda Principal auf den Berg. Deshalb entschieden wir uns für die kräfteschonende Fahrt um 1,50 Euro und den darauf folgenden Abstieg über den Fußweg zur Alcazaba.

 

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Blick auf die Muelle Uno

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Die Stierkampfarena

Hafen:

Lange Zeit diente der Hafen der Stadt nur als Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe und Fischerboote. Dies änderte sich im Jahre 2011, als man das Potenzial dieses Gebietes erkannte. Nun zieht sich eine von Palmen gesäumte Promenade am Wasser entlang, die Einheimischen wie Touristen als Tummelplatz dient: Plaudernde Menschen, spielende Kinder, spanische Musik und lautes Krächzen. Lautes Krächzen? Ja, denn die Bäume und Palmen sind Lebensraum wilder Sittiche. Die wiesengrünen Vögel sind ziemlich flink, doch wer sich langsam bewegt, kommt nahe ran.
Vom Zentrum der Altstadt kommend, fällt der Blick zuerst auf die riesigen Kreuzfahrtschiffe. Wer die schwimmenden Luxushotels von oben betrachten will, kann eine Runde mit dem Riesenrad drehen.
Am anderen Enden der Promenade, wo monströse Wohnblocks in den Himmel ragen, liegt Málagas neues Trendviertel: Muelle Uno. Hier reihen sich schicke Bars und nette Kioske aneinander. Auch das Centre Pompidou befindet sich dort. Der bunte Glaswürfel, der als Oberlicht für das Museum dient, ist mittlerweile ein Wahrzeichen der Stadt.

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Wilde Sittiche

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Spiegelung im Kubus des Centre Pompidou

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An der Promenade

Museen:

Picasso Museum
Im Palacio Buenavista befindet sich der Besuchermagnet schlechthin. So hat es Málaga als Geburtsstadt Picassos geschafft, dem Künstler eine angemessene Ausstellung zu widmen. Die ausführliche Sammlung umfasst Ölgemälde, Skizzen und Skulpturen seiner unterschiedlichen Schaffensperioden. Außerdem wurden beim Umbau des Gebäudes im Keller Teile der alten Stadtmauer entdeckt. Diese können ebenfalls besichtigt werden. Eintritt 10 Euro

Centre Pompidou
Die erste Außenstelle des französischen Centre Pompidou liegt an der Muelle Uno. Nicht zu übersehen ist der bunte Cubus, der seit der Eröffnung 2015 zum beliebten Fotomotiv mutiert ist. So kann man sich auf zwei unteridischen Etagen der Kunst hingeben. Die Ausstellungsstücke, die sich vor allem dem 20. und 21. Jahrhundert widmen, wechseln regelmäßig. Eintritt: 9 Euro

Museo Carmen Thyssen
Ebenfalls in einem beeindruckenden Palast aus dem 17. Jahrhundert befindet sich das Kunstmuseum Carmen Thyssen. Die bekannte Baronin überließ der Stadt eine beachtliche Leihgabe ihrer immensen Sammlung. Auf einer 5500 m² großen Fläche können Besucher Werke spanischer Maler wie Fortuny, Sorolla und Romero de Torres betrachten. Eintritt: 9 Euro

Málaga kann zwar nicht mit einer Vielzahl an außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten auftrumpfen. Doch alleine der Charme der Stadt, die andalusische Lebensfreude und die orientalischen Einflüsse sind einen Besuch wert! Als Ausgangspunkt für einen Roadtrip durch Andalusien ist Málaga sehr geeignet.

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Ausblick vom Castillo de Gibralfaro

Meine architektonischen Highlights:

- Kathedrale

- Außenanlage der Muelle Uno

- Picasso Museum

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Nette Bars an der Muelle Uno

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Orangenbäume in Málagas Straßen

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