Marokko - bunte Märkte & kühle Küsten

Bunte Märkte, leere Strände, faszinierende Architektur: Das ist Marokko! Die Reise führte uns von der roten Stadt Marrakesch über Essaouira in den kleinen Ort Sidi Kaouki. Überrascht haben mich nicht nur die vielen menschenleeren Strände sondern auch das Klima:Während es im Landesinneren trockene 40 Grad hat, kann es an der Atlantikküste selbst Anfang September sehr kühl werden.

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Wie eine Festung präsentiert sich die Medina (Altstadt) von Essaouira

Essaouira:

Die Hafenstadt am Atlantik ist sowohl bei europäischen als auch bei marokkanischen Touristen sehr beliebt. Die Altstadt wird von einer Mauer eingefasst und gibt Essaouira ein Flair lang vergangener Zeit. Entlang der Festungsmauer am Meer befinden sich kleine Handwerksbetriebe und Shops, die Töpferkunst, Arganöl, Holzfiguren und vieles mehr anbieten.

Der Hafen mit den Fischerbooten stellt nach wie vor einen wichtigen Treffpunkt dar. Hier liegen blaue Boote an der Kaimauer und große Holzschiffe werden per Hand und Motorsäge repariert. Hunderte Möwen und Katzen warten hier auf ihr Essen und umzingeln jeden Passanten. Ein wahres Spektakel bei Sonnenauf- und untergang!

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Der Hafen wird auch zum Baden genutzt

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Im Hafen werden die Boote und Schiffe per Hand repariert

mauer essaouira marokko

Verlässt man die Hauptstraßen findet man das ursprüngliche Essaouira

Am breiten, langen Strand führt eine Promenade entlang, an der Restaurants und Shops auf Gästefang gehen. Das Wetter kann hier ziemlich rau sein, die weißen Häuser sind vom Wind und der hohen Luftfeuchtigkeit ziemlich mitgenommen. Doch grade diese Unvollkommenheit gibt dieser Stadt ihren Charme.

Den Markt, der sich durch mehrere Gassen zieht, muss man erlebt haben!

Ein besonderes Highlight dieser Reise war eine 2-stündige Tour mit dem Quad außerhalb Essaouiras. Mit dem Bus fuhren wir raus aus der Stadt zu einer kleinen Siedlung. Dort standen schon die Quads bereit und nach einer kurzen Einschulung gings los: Durch einen Wald, vorbei an einer Burgruine und weiter zum kilometerlangen, menschenleeren Strand. Die größte Herausforderung und gleichzeitig der größte Nervenkitzel war die Fahrt über meterhohe Sanddünen . Ein wirklich tolles Erlebnis!

markt marokko

Ein Paradies für Liebhaber traditionellen Handwerks und orientalischer Spezialitäten sind die Märkte

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Oliven, Datteln, Feigen, Arganöl und vieles mehr gibt es hier im Überfluss

mauer essaouira marokko

Gegrillt wird auch schon mal außerhalb der Küche, direkt auf der Straße

dachterrasse essaouira

Blick von der Hotelterrasse

Marrakesch:

Die Stadt der bunten Märkte und roten Häuser. Jedes Gebäude ist in verschiedenen Nuancen eines erdigen Rottons gestrichen und verleiht den Straßen und Gassen diese orientalische Atmosphäre. DER Versammlungsort der Stadt ist der Djemaa el-Fna. Bis ca. 17 Uhr ist der weitläufige Platz leer und ruhig, dann öffnen die Stände und der Trubel geht los. Hier wird gekocht, verkauft, verhandelt, Geschichten erzählt. Die Sonne geht unter und die Lichter der Ständen gehen an, Rauch steigt aus ihnen auf und Schlangenbeschwörer tanzen mit den Reptilien. Hier kann man Stunden nur mit Beobachten verbringen, auch wenn man gute Nerven haben sollte, da man ständig angesprochen wird.

Die Märkte in den engen, überdachten Gassen sind ein Paradies für Sammler wie mich: bunte Stoffe, Teller, Schuhe und vieles mehr. Wie ein Labyrinth irrt man durch den Markt und kann froh sein, wenn man jemals wieder raus findet.

djemaa el fna platz marrakesch

Am späten Nachmittag beginnt sich der Platz Djemaa el Fna langsam zu füllen...

djemaa el fna platz marrakesch

...bevors nach Sonnenuntergang so richtig rund geht!

Etwas abseits des Zentrums befindet sich wohl die beliebteste Sehenswürdigkeit von Marrakesch: Der Jardin Majorelle. In dem Garten aus den 1920er Jahren kommen nicht nur Botaniker auf ihren Kosten, sondern auch Architekturliebhaber. Das kräftige Blau des Ateliers des französischen Malers Jaques Majorelle leuchtet zwischen den Grüntönen der Pflanzen hervor. Zu großer Bekanntheit kam der Garten jedoch erst als Yves Saunt Laurant diesen erwarb und restaurierte. Eine Pause unter Palmen kann man in dem netten Garten-Cafè einlegen.

jardin majorelle marrakesch

Verschlungene Wege führen durch meterhohe Kakteen und vorbei an Brunnen

jardin majorelle marokko

Das kräftige Blau trägt den Namen seines Erfinders und ehemaligen Besitzers dieses Gartens: le bleu Majorelle

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Die Komplemetärfarbe prägt das Straßenbild von Marrakesch

In einem typisch marokkanischem Riad findet man das Fotographiemuseum - Maison de la Photographie. Das kleine Museum ist nicht so leicht zu finden, sehr hilfreich ist dabei ein Stadtplan via App auf dem Handy (z.B. maps.me) Die wechselnden Ausstellungen geben einen Einblick in eine längst vergangene Zeit: über 8000 Fotos aus einer privaten Sammlung lagern hier, historische schwarz/weiß Aufnahmen von Marrakesch zeigen den Wandel der letzten 150 Jahre.

Auf den Märkten in Marrakesch gibt es viel zu entdecken

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Die Koutibia Moschee ist die größte in Marrakesch

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Das Minarett ist 69 m hoch und wurde aus Sandstein gebaut

In der Medersa Ben Youssef, einer früheren Koranschule, taucht man in die marokkanische Handwerkskunst ein: Farbenfrohe Mosaike, vielfältige Ornamente und detaillierte Schnitzereien bilden einen Ort aus 1000 und einer Nacht.

Das Atrium ist das Zentrum des Gebäudes. Die kleinen Privaträume der ehemaligen Schüler im Obergeschoss lassen das schlichte Leben zu jener Zeit erahnen. Die Fenster erlauben eine zweite Perspektive auf den großen Innenhof und lassen die Gedanken schweifen.

Nahe des Djemaa el-Fna steht die Koutubia Moschee. Teile des Gebäudes sind aus dem 12. Jahrhundert und sie ist die größte Moschee in Marrakesch. Beeindruckend ist vor allem das hohe Minarett, das einen langen Schatten auf den großen Platz davor wirft. Leider darf das beeindruckende Gebäude nur von Muslimen betreten werden. Gleich daneben befindet sich ein schöner Park. Unter den Bäumen und Palmen findet man leicht einen netten Platz für eine kurze Pause.

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Ich spiele Chamäleon in der Medersa Ben Youssef

Sidi Kaouki:

Der kleine Ort nahe Essaouira bietet perfekte Wellen und viel Wind. Surfer und Kiter kommen hier voll auf ihre Kosten, auch wenn sich das Angebot abseits des Meeres in Grenzen hält. Direkt am Strand findet man eine Ansammlung kleiner Hütten/Häuser, die Surfshops und Restaurants beherbergen. Gleichzeitig ist dies das Zentrum des Ortes.

Die Stimmung ist gelassen und entspannt. Wie im ganzen Land gibt es in Sidi Kaouki nette Unterkünft, die vorallem von Exil-Franzosen geführt werden. Leider ist Abends nach einer Session sehr wenig los, Bars und Parties sucht man hier vergebens. Alles in Allem kann man hier ein paar schöne Tage verbringen.

meer sidi kaouki marokko surfen

Mit diesem Blick aus dem Fenster fängt der Tag gut an!

meer sidi kaouki marokko surfen

Breiter, ruhiger Strand in Sidi Kaouki

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Altes Wohnhaus mit dem kürzesten Weg zum Strand

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Einer der Innenhöfe unseres französischen Guesthouses

Von A nach B:

Das Mietauto muss man in Essaouira und Marrakesch außerhalb der Altstadt auf einem der bewachten Parkplätze abstellen. In Essaouira zum Beispiel direkt am Hafen und in Marrakesch nahe der Koutubia Moschee. Die engen Gassen sind nur zu Fuß zu erkunden, auch wenn sich einige Mopedfahrer ihren Weg durch das Getümmel suchen.

Die Schnellstraßen in Marokko sind sehr gut ausgebaut, man muss nicht die gebührenpflichtigen Autobahnen nehmen. Das Tempolimit sollte auf jeden Fall eingehalten werden, da die Polizei entlang der Straßen stark präsent ist.

Dich interessiert auch das andere Ende Afrikas? Dann gehts hier zum Artikel über Kapstadt

Essen:

Tajine, Couscous und Oliven geben auf dem Tisch den Ton an. „Tajine“ wird das kegelförmige Gefäß genannt und bietet für jeden eine passende Variante. Sie wird mit Fleisch, Geflügel oder vegetarisch serviert und der Hartweizengries Couscous bildet meist die Grundlage. Generell ist Couscous die beliebteste Beilage in Marokko.

Vor oder nach dem Essen wird Minztee gereicht, auch starker Mokka wird in jeder Bar ausgeschenkt. Dank der französischen Vergangenheit findet man an jeder Ecke einen kleinen Stand mit Crepes sowie frischem Baguette.

djemaa el fna marrakesch

Die vielfältigen Düfte und Gerüche der Imbissstände am Djemaa el-Fna laden zum Probieren ein

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Showing 3 comments
  • Mani
    Antworten

    Wahnsinnig schlne Photos! Da muss ich auch noch hin!
    Liebe Grüße Mani (ausm Studentenheim)

    • Tamara
      Antworten

      Danke! Marokko ist echt eine Reise Wert und ein sehr abwechslungsreiches Land. Wenn du noch Fragen hast meld dich, LG

  • Mani
    Antworten

    Schöne natürlich!

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