Kapstadt - vor atemberaubender Kulisse

Südafrika ist das perfekte Reiseziele für Outdoor-Enthusiasten: Die Kombination aus Meer und Bergen sowie die 3.700 Sonnenstunden pro Jahr machen unzählige Abenteuer möglich. In Kapstadt trifft Kolonialarchitektur auf afrikanische Rhythmen.Vielfältiges Essen aus der ganzen Welt findet man an jeder Ecke und das ganze vor der atemberaubenden Kulisse des Tafelbergs. Diese Stadt verbindet lebendiges Treiben und großartige Natur. Und zählt dabei zu den sichersten Orten in Südafrika.
Die umliegenden Strände sind weiß und das Meer ist kristallklar. Auch wenn die Wassertemperatur in Kapstadt selbst nicht unbedingt zum Baden einlädt (12 -18 °C) findet man hier in den Sommermonaten (europäischer Winter) perfekten Wind zum Kiten und super Wellen zum Surfen.

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Perfekte Kite-Bedingungen findet man in Table View

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Herumlungern an der Waterfront

V&A Waterfront:

DER Besuchermagnet schlechthin ist die Waterfront mit ihren unzähligen Restaurants und Shops. Hier kann man Stunden verbringen. Das ehemalige Hafenviertel wurde in den letzten Jahrzehnten sukzessive erneuert und umgebaut und hat dennoch das Flair vergangener Tage. 1860 in Betrieb genommen und benannt nach der britischen Königin Victoria und ihrem Sohn Alfred beherbergt die Waterfront heute mehrere Museen, eine Mall, Restaurants, ein Riesenrad und das Aquarium. Obwohl sich Kapstadts Handelshafen jetzt woanders befindet legen hier noch kleinere Schiffe wie Ausflugsboote, Segelschiffe und die Fähre nach Robben Island an. Einen super Einblick in die vielfältige, südafrikanische Küche bekommt man im Food Market: In der umgebauten Lagerhalle kann man sich an verschiedenen Ständen durch herzhafte und süße Köstlichkeiten probieren. Danach setzt man sich am besten mit einem Glas Wein auf den Nobel Square und lauscht den dortigen Musikern.

Seit September 2017 kann man an der V&A Waterfront ein ganz besonderes Highlight besuchen: Das Zeitz MOCCA. Ein leerstehendes Getreidesilo wurde zu einem Kunst-Museum umgebaut. Der Besuch lohnt schon alleine wegen der Architektur, obwohl der Eintrittspreis stolze 180 Rand beträgt. Die in die Betontrichter eingeschnittene Eingangshalle ist einfach nur gigantisch. Die interessante Ausstellung ist sehr vielfältig und zeigt afrikanische Gegenwartskunst.

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Achtung: Brücke weg, Segelboot fährt durch!

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Kapstadts neueste Attraktion: Zeitz MOCCA

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Beeindruckende Eingangshalle

Castle of Good Hope:

Ein Hauch Seemannsluft weht noch immer durch die Stadt, besonders wenn man das Castle of Good Hope besucht: Unscheinbar und von mehrspurigen Schnellstraßen umgeben liegt das alte Fort nahe des Rathauses. Die mächtigen Wehrmauern lassen keinen Blick ins Innere zu, ein Besuch lohnt sich aber trotzdem. Bei einer Führung durch das älteste Gebäude Südafrikas erfahren Interessierte, dass früher das Meer bis an die Mauern reichte. Ein großer Teil der heuten Fläche Kapstadts wurde aufgeschüttet. Im Innenhof kann es schon mal passieren, dass Kanonen abgefeuert werden. Sowohl prächtige Wohnräume der ehemals reichen Händler als auch bedrückende Gefängniszellen kann man hier sehen. Spaziert man die sternförmigen Mauern des Fort entlang, hat man einen super Blick auf den Tafelberg! Tipps für Ausflüge rund um Kapstadt findest du hier.

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Der Eingang zum Castle of Good Hope

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In den Straßen rund um die Wale Street findet man die besten Lokale

Rathaus:

Das 1905 erbaute Rathaus (City Hall) befindet sich direkt neben dem Castle of Good Hope. Es ist ein Paradebeispiel für die koloniale Architektur der Briten. Sein 61 m hoher Turm ist ein guter Orientierungspunkt, sein Glockenspiel wurden leider 1970 entfernt. Auf dem Rathausplatz vor dem Gebäude findet jeden Tag ein bunter Markt statt. Wo früher die Stadtverwaltung untergebracht war, befindet sich heute die Stadtbibliothek und ein Konzertsaal. Regelmäßig kann das Gebäude im Zuge von Veranstaltungen von Innen bewundert werden, in meinem Fall war es das Electronic Music Festival. Bei diesem grandiosen Festival erlebt man nationale und internationale DJs in entspannter Atmosphäre.

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Die grüne Lunge der Stadt: The Company's Garden

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Der 61 m hohe Turm der City Hall

Koopmans - De Wet House:

In diesem Haus erlebt man eine kleine Zeitreise: Unscheinbar und etwas versteckt befindet sich diese Sehenswürdigkeit in der Strand Street. Das neoklassizistische Wohnhaus erinnert mit seinen großen Fenstern an die niederländische Architektur und ermöglicht dem Besucher einen Abstecher zurück ins 18. Jahrhundert. In den Räumen bekommt man einen sehr interessanten Einblick in das Alltagsleben der europäischen Auswanderer, die im besten Fall viel Startkapital mitbrachten. Die Familie Koopmans galt im damaligen Kapstadt als eine der wohlhabensten und einflussreichsten. Nach dem Tod ihres Mannes Johan Koopmans lebte Marie De Wet mit ihrer Schwester als letzte Bewohnerin in diesem Haus. Im Innenhof wächst eine der ältesten Rebstöcke Südafrikas. In das kleine Museum verirren sich nicht sehr viele Touristen und man kann sich ungestört in dem gut erhaltenen Haus umsehen.

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In der Long Street findet man viele Bars, Clubs und Shops

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Alles nur Fassade?

Das Viertel Bo Kaap:

Im Stadtteil Bo Kaap findet jeder seine Lieblingsfarbe. Die Häuser des muslimischen Viertels liegen am Fuße des Signal Hills und erfreuen das Auge mit den Farben des Regenbogens. Aus dem Afrikaans übersetzt heißt Bo Kaap "über dem Kap". Gegründet im 18. Jahrhundert von freigelassenen Sklaven versprühen die engen Gassen und die ursprüngliche Architektur einen ganz besonderen Charme. Die sogenannten Kap-Malaien, ursprünglich aus dem asiatischen Raum, brachten ihre Bräuche mit nach Südafrika. Nirgends findet man so leckeres Curry und schmackhafte Samosas wie im Bo Kaap!
Sehr interessante Fakten zu diesem Viertel erfuhr ich im Zuge der Free Walking Tour. Die Bo Kaap Tour (und viele andere) starten täglich vor der Motherland Coffee Company und sind eine tolle Möglichkeit Kapstadt kennen zu lernen.

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Durch die Hanglage des Viertels Bo Kaap tun sich atemberaubende Ausblicke auf den Tafelberg auf

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Alle Farben des Regenbogens...

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...und Turnschuhe auf Hochleitungen findet man hier

Natur und Sport:

Kapstadt bietet etwas, was nur wenige Großstädte der Welt haben: Die Kombination aus Berge und Meer. Für Sport- und Naturbegeisterte wie mich gibt es also unzählige Möglichkeiten seine Zeit zu genießen. Der Tafelberg lässt sich auf verschiedene Arten besteigen, Faule fahren mit der Gondel 😉 Eine grandiose, etwas längere Tour führt über den Skeleton Gorge zum höchsten Punkt, dem Maclear's Beacon, auf das Hochplateau. Die Flora und Fauna ist atemberaubend, ganz zu schweigen von der Aussicht auf Kapstadt.
Um nicht die gleiche Strecke zurück gehen zu müssen, stiegen wir über den Platteklip Gorge wieder ab. Dieser ist kürzer als der Skeleton Gorge, die vielen hohen Stufen gehen aber ganz schön in die Knie. Zurück zum Auto gings mit dem Taxi. Der Startpunkt des Skeleton Gorge liegt in den Kirstenbosch Gardens, das heißt es muss leider Eintritt bezahlt werden. Auf jeden Fall früh starten und genug Wasser mitnehmen!

Eine andere Möglichkeit für fantastische Ausblicke ist der Devil's Peak: Weit nicht so überlaufen wie der Lion's Head oder Tafelberg ist der 1001 m hohe Gipfel eine tolle Alternative. Vom Namen sollte man sich nicht abschrecken lassen, der Weg ist einfach zu begehen und auch für Wanderer mit Höhenangst, wie mich, geeignet. In 2 Stunden ist man oben und genießt traumhafte Ausblicke. Die schönste Wanderung meines Lebens, ohne Übertreibung, erlebte ich aber an der Wild Coast.

Für Wassersportler ist Table View "the place to be"! Hier weht der Wind am stärksten und es ist ein wahres Spektakel hunderte, bunte Kites zu beobachten. Der nördlich von Kapstadt gelegene Ort bietet perfekte Postkartenmotive. Weißer Strand, ungestörter Blick auf den Tafelberg und die schönsten Sonnenuntergänge überhaupt!
Unweit von Table View liegt die Siedlung Big Bay: Einer der besten Surfspots Kapstadts. Wenn man Glück hat surft man mit einer Robbe um die Wette, die sich hier gern im Wasser vergnügt. Apropos Wasser: Das kann hier eisig kalt sein, je nachdem woher die Strömung kommt (12 Grad). Nach einer gelungenen Session kann man sich in einem der vielen Restaurants und Cafés stärken.

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Blick vom Devil's Peak...

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...und vom Tafelberg auf Wolken

Von A nach B:

Ein Mietauto ist ein Muss, da das öffentliche Verkehrsnetz in Kapstadt aus nur wenigen Buslinien besteht (Achtung: es herrscht Linksverkehr!). Um ein einfaches Busticket zu erhalten muss man leider einen komplizierten Vorgang durchlaufen: An Tankstellen und größeren Haltestellen kauft man eine Karte, die immer wieder mit Beträgen aufgeladen wird.

Im Zentrum von Kapstadt ist alles bequem zu Fuß erreichbar. Durch das Straßenraster und Orientierungspunkte wie den Tafelberg findet man sich leicht zurecht.
Ist man mit dem Auto unterwegs ist zu beachten, dass es am Morgen (7:00 bis 9:00 Uhr) und Abend (16:00 bis 19:00) zu starken Staus kommt. Eine Fahrt zu dieser Zeit kann sich schnell um 40-60 Minuten verlängern. Lässt man sein Auto auf öffentlichen Parkplätzen stehen, sollte man den Aufsehern, die meist eine gelbe Warnweste tragen, beim Verlassen ein kleines Trinkgeld geben.

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Traumhafter Sonnenuntergang in Table View

Meine architektonischen Highlights:

- Zeitz MOCCA

- Die viktorianischen Gebäude in der Long Street

- Koopmans-De Wet House

- V&A Food Market

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Viktorianische Architektur

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