Was für eine atemberaubende Natur!

Südafrika ist das perfekte Reiseziele für Outdoor-Enthusiasten: Die Kombination aus Meer und Bergen sowie die 3.700 Sonnenstunden pro Jahr machen unzählige Abenteuer möglich.

Die europäisch geprägte Kapregion in der sich seit Jahrhunderten viele Mitteleuropäer niederlassen steht im Kontrast zum Landesinneren und der Hauptstadt Johannesburg.

KAPSTADT - CAPETOWN

In Kapstadt trifft Kolonialarchitektur auf afrikanischen Rhythmen. Vielfältiges Essen aus der ganzen Welt findet man an jeder Ecke und das ganze vor der atemberaubenden Kulisse des Tafelbergs.

Die Strände sind weiß und das Meer kristallklar, auch wenn die Wassertemperaturen in Kapstadt selbst nicht unbedingt zum Baden einladen (12 -18 °C) findet man hier in den Sommermonaten (europäischer Winter) perfekten Wind zum Kiten und Wellen zum Surfen.

Am Green Market Square ist immer etwas los

kapstadt-waterfront-south africa Mittagspause mit Aussicht nahe der V&A Waterfront

Von A nach B:

Ein Mietauto ist ein Muss, da das öffentliche Verkehrsnetz in Kapstadt aus nur wenigen Buslinien besteht (Achtung: es herrscht Linksverkehr!). Die Busse fahren in und um das Zentrum relativ unregelmäßig . Um ein einfaches Bus-Ticket zu erhalten muss man leider einen komplizierten Vorgang durchlaufen: An Tankstellen o.Ä. muss man eine Karte kaufen, die mit einem gewissen Betrag aufgeladen wird. An kleineren Haltestellen kann kein Ticket gekauft werden!

Im Zentrum von Kapstadt ist alles bequem zu Fuß erreichbar, denn die Stadt selbst hat nur 434.000 Einwohner; durch das Straßenraster und Orientierungspunkte wie das Rathaus gestaltet es sich relativ einfach sich zurecht zu finden.

Wohnt man nicht in Kapstadt selbst sondern etwas außerhalb, ist zu beachten, dass es am Morgen (7:00 bis 9:00 Uhr) und Abend (16:00 bis 18:00) zu starken Staus kommt. Eine Fahrt zu dieser Zeit kann sich schnell um 30-60 Minuten verlängern.

Möchte man sein Auto auf öffentlichen Parkplätzen stehen lassen sollte man den Aufsehern, die meist eine gelbe Warnweste tragen, ein kleines Trinkgeld beim Verlassen des Parkplatzes geben; sonst könnte es passieren, dass bei der Rückkehr die Felgen oder Reifen fehlen.

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In der Long Street findet man viele Bars, Clubs und Shops

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Alles nur Fassade?

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Achtung: Brücke weg, Segelboot fährt durch!

Architektur:

Spaziert man durch Kapstadt bekommt man den Eindruck, man wäre nicht in Afrika sondern in Europa. Kolonialarchitektur trifft man hier an jeder Ecke.

Ein Hauch Seemannsluft weht noch immer durch die Stadt, besonders wenn man das Castle of Good Hope besucht: Unscheinbar und von mehrspurigen Schnellstraßen umgeben liegt das alte Fort nahe des Rathauses. Die mächtigen Wehrmauern lassen keinen Blick ins Innere zu, ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall. Bei einer Führung durch das älteste Gebäude Südafrikas erfahren Interessierte, dass früher das Meer bis an die Mauern reichte. Spaziert man die sternförmigen Mauern des Fort entlang, hat man einen super Blick auf den Tafelberg!

Das 1905 erbaute Rathaus (City Hall) befindet sich direkt neben dem Castle of Good Hope. Sein hoher Turm ist ein guter Orientierungspunkt und auf dem Rathausplatz vor dem Gebäude findet jeden Tag ein Markt statt. Regelmäßig kann das Rathaus im Zuge von Veranstaltungen von Innen bewundert werden, in meinem Fall war es das Electronic Music Festival (Anfang Februar).

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Der Eingang zum Castle of Good Hope

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Auf der Mauer des sternförmigen Fort weht die südafrikanische Flagge

Eine kleine Zeitreise erlebt man im Koopmans-De Wet House: Das neoklassizistische Wohnhaus erinnert mit seinen großen Fenstern an die niederländische Architektur und macht dem Besucher einen Abstecher zurück ins 18. Jahrhundert möglich. In den Räumen bekommt man einen sehr interessanten Einblick in das Alltagsleben der europäischen Auswanderer, die im besten Falle viel Startkapital mitbrachten. In das kleine Museum verirren sich nicht sehr viele Touristen und man kann sich ungestört in dem gut erhaltenen Haus umsehen.

Im Stadtviertel Bo Kaap findet jeder seine Lieblingsfarbe. Die Häuser des muslimischen Viertels liegen am Fuße des Signal Hills und erfreuen das Auge mit den Farben des Regenbogens. Gegründet im 18. Jahrhundert von freigelassenen Sklaven versprühen die engen Gassen und die ursprüngliche Architektur einen ganz besonderen Charme. Die sogenannten Kap-Malaien, ursprünglich aus dem asiatischen Raum, brachten ihre Bräuche mit nach Südafrika. Nirgends findet man so leckeres Curry wie im Bo Kaap!

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Durch die Hanglage des Viertels Bo Kaap tun sich atemberaubende Ausblicke auf den Tafelberg auf

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Alle Farben des Regenbogens...

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...und Turnschuhe auf Hochleitungen findet man hier

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Die grüne Lunge der Stadt: The Company's Garden

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Der 61 m hohe Turm der City Hall

Natur und Aussicht:

Einen wunderbaren Postkartenblick auf die Stadt und den Tafelberg (sowie die umgebenden Berge) hat man vom nahegelegenen Table View oder Big Bay (super Surf- und Kitespot) aus.

Hier findet man kilometerlange, meist menschenleere Strände, die den perfekten Standort für ein tolles Foto von der Stadt ergeben. Man sollte auf jeden Fall auf seine Sachen aufpassen, den der Wind kann hier richtig stark werden und Badetücher sowie T-Shirts können schon mal hinter der nächsten Düne landen! Kein Wunder also, dass hier viele Kiter ins Wasser gehen.

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Der Name ist Programm: Am (fast) menschenleeren Strand von Table View

Den besten Blick von oben auf die Stadt hat man natürlich von Kapstadts Wahrzeichen Nr. 1, dem Tafelberg/Table Mountain. Es gibt unzählige Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade auf das Hochplateau, wir entschlossen uns für den „Skeleton Gorge“. Wichtig ist es früh morgens, am besten vor Sonnenaufgang, zu starten (da es sehr heiß werden kann). Die Natur ist atemberaubend (hier wachsen wilde Orchideen) und der Aufstieg sehr abwechslungsreich. Weniger sportliche können die Gondel nehmen.

Vom Signal Hill hat man den besten Blick auf den Sonnenuntergang: Jeden Tag finden sich hier viele Einheimische zum „Sunset Picnic“ ein und schauen der Sonne beim Versinken zu. Um einen guten Parkplatz zu bekommen sollte man früh kommen und auf keinen Fall die Flasche Wein + Gläser vergessen!

Wenn man gern sportlich Unterwegs ist und nicht zu große Höhenangst hat muss man zum Sonnenaufgang auf den Lionshead steigen! Diese atemberaubende Atmosphäre und der Blick auf die Stadt wenn die Sonne hinter den Bergen hervorkommt entlohnt für das sehr, sehr frühe Aufstehen.

Da sich der Weg spiralförmig um den Berg hinaufwindet bekommt man Ausblicke in alle Richtungen, kurz vor dem Gipfelplateau wird es ziemlich felsig und das letzte Stück ist ein schmaler Grad.

So viel gibt es in Kapstadt zu entdecken! Von lebendigen Märkten, über geschichtsträchtige Architektur und atemberaubender Landschaft bis zu menschenleeren Stränden, diese Stadt bietet für jeden das Richtige. Jedenfalls sollte man mehr als nur ein Wochenende für den Aufenthalt einplanen.

Um mehr über Kapstadts Umland zu erfahren: Hier gehts zum Beitrag über Kapregion

clifton-south-africa

Blick vom Lionshead auf Clifton

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...und vom Tafelberg auf Wolken

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