Budapest - Monarchie trifft Moderne

Die ungarische Hauptstadt beiderseits der Donau verbindet Monarchie-Flair und Moderne. Zusammengewachsen aus den Orten, Buda, Óbuda und Pest, bietet die Metropole viel Sehenswertes für jeden Geschmack: prunkvolle Architektur, Parks und Wälder, deftiges Essen und ein pulsierendes Nachtleben.

budapest ungarn

Prunkvolle Architektur in Ungarns Hauptstadt

brücke donau budapest

Eine der vielen, unterschiedlichen Brücken über die Donau

Gellert-Hügel:

Die erste Anlaufstelle, um einen guten Aus- und Überblick von der Stadt zu bekommen, ist der Gellert-Hügel. Auf den kleinen Berg führen verschiedene Wege durch einen Wald oder man nimmt den Bus. Der Aufstieg dauert nicht all zu lange und auf dem Gipfel erwartet einen die 14 m hohe „Freiheitsstatue“ von Budapest. So ist nicht nur die Frauenfigur mit einem Blatt (Friedenssymbol) in den Händen ziemlich imposant, sondern auch der Blick auf die Stadt. Da es auf dem Plateau schon mal eng werden kann, sollte man sich vor heimtückischen Selfie-Sticks in Acht nehmen!

donau budapest view

Blick vom Gellert Hügel auf Budapest und die Donau

brücke donau budapest

Viele unterschiedliche Brücken verbinden Buda und Pest

Die "Freiheitsstatue" mit dem Blatt in der Hand symbolisiert Frieden

Am Ufer der Donau:

Das Wasser prägt Budapest wie kein anderes Element. Deshalb lässt es sich nirgends so gut flanieren wie an der Donau, vorbei an wunderschönen Brücken aus verschiedenen Epochen, dem Parlament und Schiffen. Im Vergleich zu Wien, dem Budapest wegen der gemeinsamen Vergangenheit architektonisch ähnlich ist, hat die ungarische Hauptstadt starken Bezug zum Wasser. Während Europas längster Fluss vor den Toren Wiens vorbei fließt, teilt die Donau Budapest in der Mitte und ist allgegenwärtig. Dies verschafft der Stadt zwei tolle Promenaden, die zum schier endlosen Spazieren einladen.

Nachts spiegeln sich die Lichter der Häuserfassaden und des eindrucksvollen Parlaments im Wasser. Nahe des Gebäudes findet man ein bewegendes Denkmal mit dem Namen „Schuhe am Donauufer“. Dieses soll an die grausame Hinrichtung der Juden während des 2. Weltkriegs erinnern.

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Budapests Wahrzeichen: Das Parlament

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Schuhe am Donauufer: berührendes Mahnmal

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Auf den Mauern der Fischerbastei kann man entlang spazieren

Budaer Burgviertel:

Rund um die mächtige Zitadelle, die hoch über Budapest thront, hat sich im Laufe der Geschichte ein gut erhaltenes Viertel entwickelt. Für den Stadtteil sollte man genug Zeit einplanen. Vorbei an bunten Stadthäusern und Kirchen findet man auf dem Weg hinauf zur Burg nette Cafès und Bars. Um auf den „Gipfel“ des Hügels zu gelangen kann auch eine nostalgische Standseilbahn genutzt werden, die bei Touristen sehr beliebt und daher meistens überfüllt ist.

Oben angekommen findet man die im 13. Jahrhundert erbaute Matthiaskirche vor sich, einer der schönsten Kirchen Budapests. Nördlich des beeindruckenden Gebäudes umfassen die Mauern und Türme der Fischerbastei einen zentralen Platz. Abgesehen von dem benachbarten Hotel (Hilton) mit orangefarbener Glasfassade hat man hier eine tolle Aussicht auf das Parlament. Außerdem kann man entlang der Mauern der Fischerbastei entspannt spazieren und den Blick auf die Stadt und die vielen Besucher genießen.

Über die Gasse Tárnok utca, mit ihren gotischen Häuserfassaden, gelangt man zum Burgpalast. Der monumentale Bau zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt Museen, Prunksäle und eine Bibliothek. Die Burg und das umgebende Viertel wurden in der Geschichte mehrmals zerstört, jedoch immer wieder originalgetreu aufgebaut.

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Blick vom Burgpalast auf die Standseilbahn und die Kettenbrücke

Matthiaskirche neben dominanter Hotelfassade

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Platz vor dem Burgpalast

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Die große Halle ist nicht nur architektonisch sehenswert

Massive Mauern der Fischerbastei

Markthalle:

Wenige Schritte vom Ufer der Donau entfernt befindet sich die große Markthalle mit ihrer beeindruckenden Architektur. Hier tummeln sich sowohl Touristen als auch Einheimische zum Einkaufen und Essen. Mich, als Süßspeisen-Fan, hat vor allem ein kleiner Stand mit vielen verschiedenen Strudelsorten fasziniert; mehr als 3 Stücke habe ich leider nicht geschafft 🙂

Neben ungarischen Spezialitäten wie Paprikapulver, Kolbasz (Wurst) und Làngos findet man in der 1897 fertig gestellten Halle viele kleine Lokale für eine leckere Mahlzeit.

Metró:

In Budapest erkundet man die Viertel am besten zu Fuß, da es so viele detailreiche Gebäude zu bestaunen gibt. Doch mit der U-Bahn sollte man trotzdem fahren, denn sie ist selbst eine Sehenswürdigkeit. Als zweitälteste (nach der Londoner) U-Bahn der Welt muss man zumindest eine Station mit diesem nostalgischen, fast museumsreifen Fortbewegungsmittel fahren. Was sofort auffällt ist, dass die Bahn bzw. Bahnsteige sehr kurz sind. Die Linie M1 mit ihren gelben Wägen ruckelt durch die unterirdischen Tunnel und dabei ist es so laut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Telefonieren in der U-Bahn? Unmöglich. Ein wahres Erlebnis, das man mit einem Besuch im Stadtwäldchen kombinieren kann (Haltestelle Heldenplatz - Hősök tere)

 

markthalle budapest ungarn

In Budapests Markthalle findet man ungarische Spezialitäten und vieles mehr

Ruine Bar:

In Budapests Nachtleben gibt es ein außergewöhnliche Art Bar, die seines Gleichen sucht: Die Ruine Bars. Diese Lokale wurden in verlassenen, teilweise halbverfallenen Häusern gegründet bzw. wurden sie einfach besetzt. Das Szimpla kert ist wohl das Berühmteste. Es befindet sich seit 10 Jahren in einem, eigentlich zum Abriss freigegebenen Gebäude in der Kazinczy utca und neben alkoholischen Getränken bietet diese Bar eine Menge zu sehen: Die Wände sind voll mit faszinierenden, schockierenden Gegenständen, von Puppen über alte Röhrenfernseher bis zu Fahrrädern hängt hier alles herum. Eine Institution in Budapest und immer gut besucht.

graffiti wallart budapest

Beeindruckende Street Art und

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Schaufenster

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Um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen, spaziert man am besten durch die Straßen

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An den Marktständen in Budapests Straßen gibt es leckeres Essen

Stadtwäldchen - Városliget:

Am Ende des Boulevards Andrássy út betritt man den weitläufigen Park über den Heldenplatz. Budapests 1,2 km² großes Naherholungsgebiet ist die grüne Lunge der Stadt. Als Erstes sticht den Besucher die Burganlage am See ins Auge: Die 1896 erbaute Vajdahunyad Burg vereint unterschiedliche Baustile in einem Komplex, der aus mehreren Gebäuden besteht. Heute beherbergt die Burg (manche nennen es auch Schloss) das Landwirtschaftsmuseum.

Durch das Stadtwäldchen führen unzählige, verschlungene Wege. Diese eignen sich perfekt für einen ruhigen Spaziergang nach städtischem Trubel. Weiters findet man in Budapests größtem Park einen Zoo, mehrere Museen wie die Kunsthalle, Sportanlagen, Denkmäler und Liegewiesen.

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Ein Teil der Burganlage Vajdahunyad

Unterschiedliche Baustile finden hier zueinander

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